SVP-Kadertagung setzt Fokus auf Asyl und EU






Horn (TG) – An der Kadertagung vom 9. und 10. Januar 2026 im Hotel Bad Horn setzte sich die SVP mit zentralen politischen Weichenstellungen für die Zukunft des Landes auseinander. Unter dem Leitthema «Die Zukunft der Schweiz steht auf dem Spiel» diskutierten Bundesrat Albert Rösti, Parlamentarier sowie externe Fachpersonen insbesondere die Herausforderungen der Migration und die Beziehungen der Schweiz zur EU. Eine Verlotterung der Schweiz ist in fast allen Bereichen feststellbar.
Während der zweitägigen Kadertagung war Horn Treffpunkt von Parteivertretungen aus der ganzen Schweiz. Wie schon in den Vorjahren war auch der Kanton Schaffhausen mit einer Delegation an der Tagung vertreten. SVP-Präsident Marcel Dettling eröffnete die zweitägige Tagung am Freitagmittag. In seiner Begrüssung betonte er die Bedeutung klarer politischer Entscheide in einer Phase wachsender internationaler und innenpolitischer Spannungen.
Um 14 Uhr hielten die Teilnehmenden eine Gedenkminute für die Ereignisse in Crans-Montana ab, wie sie schweizweit am nationalen Trauertag vorgesehen war. In stillem Innehalten gedachten sie der Opfer, Betroffenen und Rettungskräfte.
Zuwanderung bringt die Schweiz an ihre Grenzen
Im Anschluss an Marcel Dettling zeigte Bundesrat Albert Rösti auf, dass das anhaltende Bevölkerungswachstum die Schweiz zunehmend an ihre Belastungsgrenzen bringt. Infrastruktur, Wohnraum und öffentliche Dienstleistungen stehen immer stärker unter Druck. Die anschliessenden Referate rückten die Asylmigration sowie die Islamisierung der Schweiz ins Zentrum und beleuchteten deren Auswirkungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Nationalrat Pascal Schmid ordnete die Asylmigration politisch ein, während Regierungsrat Res Schmid aufzeigte, wie sich Armutsmigration konkret auf die Volksschulen auswirkt. Der Journalist Kurt Pelda sprach über den Islam und schilderte gestützt auf seine Erfahrungen aus islamischen Kriegsgebieten die aus seiner Sicht bestehenden Gefahren für die Schweiz. Dabei bezeichnete er die Moschee in Neuhausen als die wohl gefährlichste des Landes. Internationale Entwicklungen griff der Waadtländer Grossrat Valentin Christ auf und warnte mit Blick auf französische Städte vor Szenarien, die auch der Schweiz drohen könnten. Gerald Knaus weitete den Blick auf Europa, analysierte die aktuellen Migrations- und Fluchtbewegungen und skizzierte einen möglichen Lösungsansatz. Den inhaltlichen Schlusspunkt setzte Christoph Blocher, der Migration und Neutralitätsinitiative zuspitzte und die Bedeutung einer eigenständigen, neutralen Schweizer Politik unterstrich.
Nein zum EU-Unterwerfungsvertrag
Am Samstag rückte die Europapolitik ins Zentrum. Unternehmer Marco Sieber analysierte das geplante EU-Vertragspaket aus wirtschaftlicher Sicht und stellte dessen Kosten und Nutzen gegenüber. Regierungsrätin Michèle Blöchliger und Nationalrätin Magdalena Martullo bezogen in ihren Beiträgen klar Stellung gegen die institutionellen Abkommen mit der Europäischen Union.
Die Referentinnen warnten vor einer schrittweisen Einschränkung der föderalistischen und direktdemokratischen Strukturen der Schweiz. Nationalrat Thomas Aeschi, Fraktionspräsident der SVP im Nationalrat, zeigte anschliessend die politische Agenda der kommenden Monate auf, die mit zentralen SVP-Themen dicht gefüllt ist.
Verantwortung übernehmen und Positionen schärfen
In seinen Schlussfolgerungen unterstrich Marcel Dettling die Notwendigkeit, politische Verantwortung zu übernehmen und zentrale Grundsatzfragen offen zu diskutieren. Mit dem Ende der Kadertagung am Samstagmittag setzte die SVP aus ihrer Sicht ein klares Zeichen für eine selbstbestimmte Politik im Interesse der Schweiz.
