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Medienmitteilung

Strohballenarena: Wie viel Wachstum verträgt die Schweiz noch?

An der öffentlichen Strohballenarena in Beringen diskutierten Vertreter unterschiedlicher politischer Positionen über die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Im Zentrum standen dabei insbesondere der Verlust von Kulturland sowie die Auswirkungen des starken Bevölkerungswachstums auf Infrastruktur, Wohnraum und Versorgungssicherheit.

Am Donnerstagabend luden die SVP Kanton Schaffhausen und der Schaffhauser Bauernverband auf den Hof der Familie Schlatter in Beringen ein. Rund 100 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Austausch zur Nachhaltigkeitsinitiative und zu den Folgen des anhaltenden Bevölkerungswachstums für Landwirtschaft, Verkehr und Lebensqualität.

Die Pro-Seite vertraten Nationalrat und Landwirt Martin Hübscher sowie Kantonsrat und Gastgeber Roman Schlatter. Ihnen gegenüber standen Kantonsrat Gianluca Looser sowie Martin Vogel, Co-Präsident des IVS. Moderiert wurde die Diskussion von Philip Schläfli.

Bereits beim Eintreffen konnten sich die Gäste mit den vom Schaffhauser Bauernverband offerierten Bratwürsten verpflegen, was für eine ungezwungene Atmosphäre sorgte. Passend dazu eröffnete Lara Jäckle-Winzeler, Geschäftsführerin des Schaffhauser Bauernverbandes, den Abend mit einem Augenzwinkern: Zwar sitze man diesmal nicht direkt auf Strohballen, ganz ohne «Sticheleien» werde die Diskussion aber wohl dennoch nicht verlaufen.

Fakten und Zahlen im Fokus

Für die sachliche Darstellung von Zahlen und Fakten sorgte «Faktenchecker» Iwan Hächler von Facts 4 Future. Zu Beginn präsentierte er zentrale Fakten und Kennzahlen zur Bevölkerungsentwicklung, zum Flächenverbrauch sowie zur Versorgungssicherheit. Zudem zeigte er auf, wie sich die Wohnsituation, der Fachkräftemangel sowie die Überbauung von Grün- und Kulturland in den vergangenen Jahren entwickelt haben.

Mehrfach betonte Hächler, dass der Begriff «Wachstum» jeweils genau definiert werden müsse, da es unterschiedliche Formen von Wachstum gebe. Seine Aufgabe sei es, die Faktenlage aufzuzeigen. Die Einordnung überlasse er bewusst den Diskussionsteilnehmern und der Politik. Während der Diskussion ordnete er Aussagen und Zahlen der Referenten laufend anhand verfügbarer Fakten und Daten ein. Bei ungenauen oder erklärungsbedürftigen Aussagen machte er mit einem Signalhorn auf sich aufmerksam, das im Verlauf des Abends mehrfach zum Einsatz kam.

Kulturland unter Druck

Im Verlauf des Abends wurde wiederholt auf den fortschreitenden Verlust wertvoller Landwirtschaftsflächen hingewiesen. Thematisiert wurden zudem die steigenden Anforderungen an Verkehr, Wohnraum und öffentliche Infrastruktur sowie die Frage, wie Versorgungssicherheit, Lebensqualität und der Erhalt von Kulturland langfristig gewährleistet werden können.

Die Diskussion zeigte auf, dass das anhaltende Bevölkerungswachstum zunehmend konkrete Auswirkungen auf Landschaft, Infrastruktur und Ressourcen hat. Gleichzeitig stand die Frage im Zentrum, wie Wachstum und Lebensqualität auch künftig in einem ausgewogenen Verhältnis erhalten werden können.

Gemeinsame Ziele, unterschiedliche Ansätze

Das Publikum verfolgte die Diskussion während des gesamten Abends aufmerksam. Zum Abschluss stellte Moderator Philip Schläfli den vier Diskussionsteilnehmenden die Frage, wie sie sich die Schweiz in 25 Jahren vorstellen.

Dabei wurde deutlich, dass trotz unterschiedlicher politischer Ansätze ein gemeinsames Grundanliegen besteht. Alle Beteiligten wünschen sich auch künftig eine lebenswerte Schweiz mit hoher Lebensqualität, funktionierender Versorgungssicherheit und ausreichend Raum für Natur und Landwirtschaft. Unterschiedlich beurteilt wurde vor allem der politische Weg dorthin.

Der Abend zeigte, dass die Frage nach den Grenzen des Wachstums viele Menschen bewegt und die Diskussion über den Erhalt von Kulturland und Lebensqualität weiter an Bedeutung gewinnt.

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über den Autor
Gabriella Coronelli
SVP Gemeinderätin (SH)
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