Wenn Links plötzlich für Billiglöhne stimmt!

Bildquelle: Sorinvision/Pixabay
Im Abstimmungskampf zur 10-Millionen-Schweiz erleben wir das politische Schauspiel des Jahres: SP, Grüne und Gewerkschaften kämpfen Hand in Hand mit Economiesuisse dafür, dass die Schweizer Pflegebranche weiterhin ungebremst Pflegekräfte aus dem EU-Ausland holen darf – zu Konditionen, bei denen schweizerische Berufsleute längst gekündigt haben. Das nennt man dann „Solidarität“. In Wahrheit ist es das Geschäftsmodell eines Niedriglohn-Imports, das die Linke jahrzehntelang in jeder anderen Branche angeprangert hat. Nur in der Pflege, wo der Personalmangel zur Erpressung taugt, schweigt sie plötzlich. Eine echte Aufwertung des Pflegeberufs gibt es erst, wenn die Heime nicht mehr beliebig nachrekrutieren können. Genau das leistet ein Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative am 14. Juni. Wer das ablehnt, darf sich künftig die Krokodilstränen über Pflegenotstand sparen.
Michael Kahler, Schaffhausen
