Kanton Schaffhausen sagt Ja zur neuen ÖV-Finanzierung

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Die Stimmberechtigten im Kanton Schaffhausen haben der neuen Finanzierung des öffentlichen Verkehrs zugestimmt. Die Vorlage wurde mit 65,6 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Mit Ausnahme der Gemeinde Beggingen haben sämtliche Gemeinden im Kanton der Vorlage zugestimmt.
Kantonsrat Roman Schlatter, der sich im Vorfeld gegen die Vorlage ausgesprochen hatte, zeigt sich vom Abstimmungsresultat enttäuscht, jedoch nicht vollständig überrascht. Die Gegner der Vorlage seien klar in der Minderheit gewesen. Schlatter geht nach der Annahme davon aus, dass in wenigen Jahren erneut über die Finanzierung diskutiert werden dürfte. Er rechnet damit, dass ein Antrag gestellt wird, um den heutigen Finanzierungsdeckel von 4,5 Millionen Franken weiter zu erhöhen.
„Wir werden dann sehen, wie sich die bürgerlichen Politiker im Parlament verhalten werden“, so Schlatter.
Erfreut über das Resultat zeigt sich hingegen Kantonsrätin Deborah Isliker. Sie hofft, dass mit dem festgelegten Deckel vorerst Ruhe in die Diskussion rund um die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs einkehrt.
„Viele Menschen sind aus ganz unterschiedlichen Gründen auf den öffentlichen Verkehr angewiesen, beispielsweise Schulkinder. Ohne den öffentlichen Verkehr geht es definitiv nicht“, erklärt Isliker. Gleichzeitig betont sie, dass es bei der Finanzierung eine praktikable und ausgewogene Lösung brauche, die nicht überbordet.
