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Leserbriefe

Massvolle Zuwanderung statt ideologische Scheuklappen

Bildquelle: Sunriseforever/Pixabay

Die Kolumne meines Kantonsratskollegen Looser zeichnet ein einseitiges und überzeichnetes Bild der sogenannten «10-Millionen-Schweiz»-Initiative. Wer dieser Vorlage zustimmt, wird pauschal als wirtschaftsfeindlich, ja sogar als ausländerfeindlich dargestellt. Es ist bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit hier ein grosser Teil der Bevölkerung pauschal als ausländerfeindlich abgestempelt wird. Das ist realitätsfremd und zeugt von einem Leben in einer Blase.

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung, weit über 40 Prozent, unterstützt dieses Anliegen und werden der Initiative zustimmen. Diese Menschen sind weder extrem noch verantwortungslos. Sie tragen täglich Verantwortung in Betrieben, Familien und Gemeinden. Sie erleben die Auswirkungen einer masslos wachsenden Bevölkerung unmittelbar: steigende Mieten, zunehmender Druck auf Infrastruktur, Verkehr und Landschaft, eine spürbare Belastung des Mittelstands sowie auch wachsende Sorgen um Sicherheit und Ordnung im Alltag.
Die Initiative stellt nicht den Wert von Zuwanderung grundsätzlich infrage, sondern fordert eine Steuerung im Sinne der Nachhaltigkeit. Ein Land kann nur so viele Menschen aufnehmen, wie es langfristig ökologisch, wirtschaftlich und sozial verkraftet. Unbegrenztes Wachstum ist kein nachhaltiges Modell, weder für die Umwelt noch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dies erleben wir bereits heute zu genüge.

Die Schweiz lebt von Stabilität, Verlässlichkeit und massvollem Handeln. Dazu gehört auch, dass wir unsere Entwicklung eigenständig steuern können, so, wie es andere Länder ebenfalls tun. Es ist zudem wenig hilfreich, Andersdenkende moralisch abzuwerten. «Sei links, oder sei ruhig» ist zum Glück in Schaffhausen nicht Programm. Die Bevölkerung ist vielfältig, politisch wie gesellschaftlich. Viele Menschen erwarten zu Recht, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.
Wollen wir jedes Jahr faktisch einen Kanton in der Grösse Schaffhausens zusätzlich in unsere Schweiz aufnehmen? Wollen wir diese masslose Zuwanderung, oder wollen wir sie wieder eigenständig und verantwortungsvoll steuern?Ich möchte jedenfalls, dass meine Kinder eine Schweiz erleben dürfen, die ihren Charakter, ihre Sicherheit, ihre Werte und ihre Lebensqualität bewahrt. Wem das gleichgültig ist, der soll sich fragen, ob er in einem der vielen bereits heute überfüllten Ballungsräume dieser Welt nicht besser aufgehoben wäre.

Andrea Müller, Kantonsrätin SVP

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