Wohnen wird zum Luxus – für wen eigentlich noch?

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Die Wohnungssituation in der Schweiz ist längst mehr als nur ein politisches Schlagwort. Sie ist für viele Menschen bittere Realität geworden. Bezahlbarer Wohnraum ist insbesondere in den Städten kaum noch zu finden. Junge Familien suchen monatelang, werden bei Besichtigungen von Dutzenden Mitbewerbern überboten oder müssen immer weiter ins Umland ausweichen. Gleichzeitig steigen die Mieten kontinuierlich.
Ein wesentlicher Faktor dieser Entwicklung ist das anhaltend starke Bevölkerungswachstum. Mehr Menschen benötigen mehr Wohnraum: Doch dieser wächst nicht im gleichen Tempo. Verdichtung hat ihre Grenzen, und neue Bauprojekte stossen oft auf Widerstand oder dauern Jahre. Und stellen Sie sich selber die Frage: will ich überhaupt so dicht gedrängt wohnen?
Wir können die Augen vor dieser Realität nicht länger verschliessen. Wenn wir wollen, dass auch kommende Generationen noch eine Chance auf bezahlbaren Wohnraum ohne Dichtestress haben, müssen wir das Wachstum steuern.
Darum sage ich überzeugt Ja zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz».
Deborah Isliker, Neuhausen
